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Harmonik (sf > p  und  p < sf -Akkorde )

„Formbildende Harmonik und Instrumentation“ (4/4)

Harmonische Vorgänge können auch dadurch verschleiert werden (instrumentatorisch Realisiert), wenn sie in tiefer Lage vor sich gehen. Vor allem, dort wo die Instrumente in enger Lage spielen. Die Töne, die für den harmonischen Ablauf wesentlich sind, können im diffusen Klang absorbiert werden.

Zusammen­fassend kann zur Instrumentation gesagt werden. Sie kann jene Züge unterstützen, die die Abfolge von Harmonien sclüssig und folgerichtig erscheinen lassen. Zum anderen kann die Instru­mentation das harmonische Geschehen auch verschleiern. Vor allem dort, wo die vermittelnden Elemente vom harmo­nischen Ablauf selbst nicht getragen werden.




sf > p  und  p < sf -Akkorde “

Diese Akkorde stellen eine weitere Möglichkeit dar, in Verbindung von instrumenta­torischer Mittel die Dynamik, entsprechend der musikalischen Idee (passage) anzupassen. In einem Fall, in welchem die Bläser einen Akkord piano spielen, könnten z.B. die Streicher ihn kurz und stark sf vortragen. In einem anderen Fall könnte der sf-Akkord der zum Schluß eines Bläserakkords gespielt werden.

Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“ stellt diese Instrumentationtechnik die Möglichkeit dar, den Klang zu betonen, zu Ver­schleiern oder zu Verschärfen. Über dieses instru­mentatorische Mittel, hart­näckig dissonierende Fortisimostellen, katastrophen­ähnliche Höhenpunkte, Reali­sierung eines Dominantrahmens aus kombiniertem Orgel­punkt und Halteton und ähnliches möglich zu machen. Um letzendes dem Klang des Heavy Metals näher zu kommen.



Beispiel zu „f > p -Akkorde “

Wohl das beste Beispiel, zur Instrumentation von f > p  -Akkorde in Verbindung ausinstrumentierter Dynamik (= bereits in der Komposition angelegt). Dadurch werden Bedingungen und Voraus­setzungen für eine angemessene Aufführung geschaffen. Das heißt, dass die Qualität des Orchesters und seine einzelne Musiker von sekundärer Wichtigkeit sind.

Kommen wir nun zum Partiturausschnitt. Im ersten Takt des Beispiels wird ein forte verwirklicht durch 3  3 2 und 1 Bass- Im zweiten Takt des gleichen Beispiels wird ein piano realisiert durch 3 Große Flöten, 1 2 2 Tenor- 2 1 und 12 Die Auf­listung der teil­nehmenden Instrumenten macht deutlich, dass 2 unterschiedliche In­stru­mentengruppen für die Umsetzung der f > p -Akkorde verantwortlich sind.

Die grafische Darstellung der Amplitude (Spreizung der Schwingung), macht zudem den bruchlosen Übergang zwischen dem forte und dem piano sichtbar. Denn die eine Instrumentengruppe ist mit der Realisierung des forte betraut worden und die andere Instrumenten­gruppe mit dem piano. Die Instrumentation erfüllt hier die Aufgabe, mögliche Schwächen der Aufführung vor­zubeugen. Zudem wird die Klangwirkung der Akkorde beeinflußt, über die ausinstrumentierung der Dynamik.


Hinweis
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Musik von:
Richard Wagner
„Götterdämmerung“ (Vorspiel)

vom  forte  zum  piano

Instrumentation von f >p -Akkorde

Musik von
Richard Wagner

 
Partiturauschnitt von Richard Wagner's „Götterdämmerung“ Vorspiel Takt 1-2
 

Richard Wagner's
„Götterdämmerung“ (Vorspiel)


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