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Geschichtliche Entwicklung des Cellos

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Violoncello in kleiner Darstellung

Das Cello (richtiger: Violoncello) entstand im Verlauf der Ent­wicklung der Familie der Armviolen (der Familie Viola da braccio) zur Familie der heutigen Streichinstrumente ( Violine, Bratsche, Cello und Kontrabaß) und zwar zu Beginn des 17.Jh. in der Gegend von Bologna und wurde bis ca. 1850 ohne Stachel wie die Gambe mit den Beinen gehalten. Das wird auch heute noch bei Konzerten in historischer Aufführungspraxis so gehandhabt.

Der Name Violoncello entstand durch die Anfügung der Verkleinerungs­ silbe „-cello“ an den Namen, den man dem Baßinstrument dieser neuen Familie gab, d.h. an den Namen „Violone“. „Violoncello“ bedeutet also: „kleiner Kontrabaß“.

Im Orchester Johann Sebastian Bachs  [Sie verlassen mein Webauftritt]  und Georg Friedrich Händels  [Sie verlassen mein Webauftritt]  ist schon Violoncello be­reits ein ständiges Glied des Streich­körpers, doch beschränkt sich hier seine Funktion noch haupt­sächlich nur auf die Ausführung des Basses gemeinsam mit dem Kontrabaß. Auch Wolfang Amadeus Mozart  und Joseph Haydn  [Sie verlassen mein Webauftritt]  verwendeten das Violoncello im Orchester haupt­sächlich in dieser stereotypen Weise, die wohl nicht zum geringen Teil auf die damals noch bestehende technische Unbeholfenheit der Kontrabässe zurückzuführen ist.

Ende des 18. bzw. Anfang des 19.Jh. begann sich das Cello andgültig aus seiner bisherigen festen Bindung an den Kontrabaß im Orchester zu lösen. Es vor allem Ludwig van Beethoven  [Sie verlassen mein Webauftritt] , der es mit selbstständigen Aufgaben, entweder allein oder in Verbindung mit den Bratschen oder den Fagotten zu betrauen begann, doch finden wir es in diesen neuen Funktionen auch in den Werken Carl Maria Webers  [Sie verlassen mein Webauftritt]  und z.B. auch schon in Mehuls „Joseph in Ägypten“ (1807). In den Werken von Richard Wagner [Sie verlassen mein Webauftritt]  ist der Übergang zu dem auch heute noch üblichen Verwendungsstil des Cellos endgültig abgeschlossen.

Violine in großer Darstellung

Das Violoncello (Cello)

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Verwendung des Cellos in der Musik
Komponist Werk Gerne
Ludwig van Beethoven 5. Symphonie c-moll op. 67 „Schicksalssymphonie“ Orchester
Ludwig van Beethoven 3. Sinfonie in Es-Dur, op. 55 Orchester
Ludwig van Beethoven Tripelkonzert für Klavier, Violine und Violoncello Orchester
Robert Schumann 5 Stücke im Volkston für Violoncello und Klavier op. 102 Kammermusik
Robert Schumann Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 3 g-Moll op. 110 Kammermusik
Johann Sebastian Bach 6 Suiten für Violoncello solo (BWV 1007-1012) Kammermusik
Robert Schumann Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 1 d-Moll op. 63 Kammermusik
Robert Schumann Trio für Klavier, Violine und Violoncello Nr. 2 F-Dur op. 80 Kammermusik
Nikos Skalkottas Kleine Serenade A/K 64 Kammermusik