Hauptinhalt

Harmonik (Klangverschärfung)

„Formbildende Harmonik und Instrumentation“ (1/4)

Musikalisches Formen bedeutet Zusammenhänge stiften, Elemente in Beziehung zu anderen setzen. Voraus­setzung für das musikalische Ausformen ist das schaffen von Grenzen (Be- und Abgrenzungen). Dabei ist die Glie­derung ein Wesentlicher Punkt. Formale Gliederung setzt das Vorhandensein von mindestens 2 sich voneinander ab­grenzen­der Elemente voraus. Diese Elemente z.B. Akkorde können in unterschiedlicher Beziehung zueinander stehen …



„Klangverschärfung“

Eine Klangverschärfung mit rein instrumentatorischen Mitteln, durch die entsprechende Farb­kombination erzielbar, als auch durch die Möglichkeit einen oder mehrere Töne zu alterieren (bezieht sich in erster Linie auf eine schlüssige verbindung).

Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“ bedeutet die Möglichkeit den Klang zu Verschärfen, zu Betonen oder zu Verschleiern, über rein instrumentatorische Mittel, hart­näckig dissonierende Fortisimostellen, katastrophenähnliche Höhenpunkte, realisierung eines Dominantrahmens aus kombi­niertem Orgelpunkt und Halteton und ähnliches, dem Klang des Heavy Metals näher zu kommen. Und das nicht nur aus rein technischer Sicht betrachtet sondern auch aus ästhetischer.

Beispiel zum „Klangverschärfung“

Im folgenden Beispiel wird über die Instrumentierung die Quinte des H-Dur Akkords Hervorgehoben bzw. Verschärft. Wobei die Klangverschärfung, durch die klangliche Farbkombination ( und ) erzeugt. Dieser Akkord steht am Ende der Phrase zu Alberichs Worte: „war nur so leicht die Kunst, es zu schmieden, erlangt?“ in der 4.Szene des Rheingolds von Richard Wagner.

und nach ihm die und betonen das kleine »fis«. Der nachfolgende Verminderte-Sept-Akkord, erfährt durch die Tiefalteration der Quinte (»f«), welche den Übergang zum Sept-Akkord darstellt, größere Aufmerksamkeit. Zudem wird dadurch die Tonika bzw. das Tonikagefühl verun­deutlicht. Demnach wird parallel zu einer Klangverschärfung, eine Klang­verun­deutlichung- bzw. erreicht.

Hinweis
Fahren Sie mit der Maus über die Titel­seite um die nächste Seite aufschlagen zu können!

Auf den nächsten Seiten bekommen Sie ei­nen Partiturauschnitt, mit Hinweise rund um die „Klangschärfung“ an­gezeigt.

Musik von:
Richard Wagner
„Rheingold“ IV.Szene

Klangverschärfung

Hervorhebung der Quinte

Musik von
Richard Wagner

 
Partiturauschnitt von Richard Wagner's „Das Rheingold“ VI.Szene
 
Partiturauschnitt von Richard Wagner's „Das Rheingold“ VI.Szene

Downloadressourcen

Tondatei zur Partitur
Download-Größe: 125 kB

Ihr Browser kann die Tondatei „Rheingold IV.Szene“ von Richard Wagner leider nicht abspielen!
Quick Time“ ist erforderlich. Klicken Sie bitte hier, um Quick Time herunterzuladen.

Partitur als PDF-Datei