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Harmonik (Klangverscheierung)

„Formbildende Harmonik und Instrumentation“ (3/4)

Die gliedernde und ordnende Funktion kann durch die unter­stützt werden. Ihre Aufgabe liegt darin, die betreffende Harmonien und harmonische Zusammenhänge, entsprechend ihrer Funktion erscheinen zulassen. Als Beispiel dafür nehmen wir Übergänge, Neben­gedanken oder Durchführungsteile zwischen 2 fest abgrenzende Teile mit wenig klarer Harmonik. Paradigmatisch wäre hier eine „verschleiert„ klingende Akkordverbindung. Durch die entsprechende Instrumentierung der betreffenden Akkordverbindung wäre das realisierbar.



„Klangverschleierung“

Das raffinierte an dieser Instrumentationstechnik liegt im und dem Verschleiern von Akkord­tönen zu­gleich. Diese Technik macht es möglich einen erwartenden scheinbar zu übergehen und stattdessen eine anderen in Erscheinung treten zu lassen.

Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“ bedeutet die Möglichkeit den Klang zu zu Verschleiern, zu Betonen, oder zu Verschärfen, über rein instrumentatorische Mittel, hartnäckig dissonierende Fortisimostellen, katastrophenähnliche Höhenpunkte, realisierung eines Dominantrahmens aus kombi­niertem Orgelpunkt und Halteton und ähnliches, dem Klang des Heavy Metals näher zu kommen. Und das nicht nur aus rein technischer Sicht betrachtet sondern auch aus Ästhetischer.

Beispiel zum „Klangverschleierung“

In diesem Beispiel wird eine Schlußwendung nach C-Dur gebildet. Es erfolgt jedoch ein Trugschluß. Dabei wird die Terz, das »c«, dass weder a-moll noch C-Dur sich wirklich durchsetzen können. Die Auflösung der G-Dur Dominante wird stellenweise verwirklicht. Doch die ist nicht so deutlich realisiert, dass sie einen ergibt. Die Instrumentation erfüllt ihre Funktion, indem sie den harmonischen Ablauf unklar wirken läßt (Verschleiert).

Hinweis
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Musik von:
Richard Wagner
„Tristan und Isolde“ I.Akt

Klangverschleierung

Harmonischer Ablauf mit Nuancen

Musik von
Richard Wagner

 
Partiturauschnitt von Richard Wagner's „Tristan und Isolde“ I.Akt
 

Richard Wagner's
„Tristan und Isolde“ I.Akt


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