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Kurzes Diminuendo - Anpassung der Dynamik

Allgemeines zur „Dynamik“ (4/4)

Da die Instrumentation das geeignete Mittel ist, um dynamische Forderungen genau ver­wirkli­chen zu können, sollte sie genutzt werden um Missverständnisse bei Aufführungen zu vermeiden. Dabei werden Instrumentalisten, so weit wie nur möglich, von der Eigen­ver­antwortung entbunden. Besonders an struktu­rell bedeutsame Stellen ist es wichtig so zu Instrumentieren, dass sich die dynamischen Nuancen nahezu von selbst einstellen.

Ausinstrumentierung der Dynamik ist eine Herausforderung und eine besten Möglichkeiten zugleich sie unterschiedlich erscheinen zu lassen.

Da sie ein ganz wichtiger Bestandteil unserer Musik ist, sollte ihrer ausinstrumentierung hohes Gewicht Beigemessen werden. Sie kann als strukturverstärkendes Element erscheinen. Sie kann auch den Ausdruck melodischer, harmonischer und rhythmischer Verläufe unterstützen. Zudem kann sie noch zur Ver­deutli­chung der Form beitragen.




„kurzes Diminuendo“

Ein „kurzes Diminuendo“ erzeugt man in der Regel mit dynamischen Mittel, durch Vortrags­be­zeichnungen wie z.B. diminuendo. Zudem ist für ein „kurzes Diminuendo“, die Abnahme der In­stru­mentation vor einem Satzeinschnitt typisch.

Beispiel zum „kurzen Diminuendo“

Bei diesem Beispiel wird die Realisierung des „kurzen Diminuendo“ sehr deutlich. Zunächst erfolgt die verringerung der Lautstärke durch die Anweisung dim.. Das Bedeutet „allmählich leiser werdend“. Bei genauer Betrachtung der Partitur, erkennt man eine bestimmte Reihenfolge nach der die Instrumente im -Satz „verstummen“.

Das außergewöhnliche bei diesem Beispiel zum „kleinen Diminuendo“, ist die Tatsache daß bei jedem Ausklingen eines Instruments, kein klangfarblicher Bruch zu hören ist. Das liegt in der Klang­verwandt­schaft der teilnehmende Instrumente begründet.

Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“ bieten das „Diminuendo“ bzw. das „Decrescendo“ und das „Crescendo“, ob in Lang- oder Kurzform, mechanisch oder dynamisch eine der besten Möglich­keiten über die dynamische Anpassung unsere Musik zu Gestalten. Auch wenn die Dynamik und Rhythmik dominieren, einfältig soll und darf unsere Musik nicht klingen. Über die ausinstrumentierung der Dynamik ist es möglich die Struktur zu verstärken, das „stumme“ fortschreiten der Musik in einer Pause vor­zu­bereiten als auch den formalen Aufbau zu verdeutlichen.

Hinweis
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Musik von:
Richard Wagner
„Götterdämmerung“

kurzes Diminuendo

bis zum völligen Ausklingen

Musik von
Richard Wagner

 
Partiturauschnitt von Richard Wagner's „Goetterdaemmerung“ Takt 6-8
 
Partiturauschnitt von Richard Wagner's „Goetterdaemmerung“

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Tondatei zur Partitur
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