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Langes Diminuendo - Anpassung der Dynamik

Allgemeines zur „Dynamik“ (3/4)

Bereits die zur Komposition, muß die Voraussetzungen für die angemessene Aufführung erhalten. Die erfüllt die Aufgabe (auch im Bereich der ), mögliche Schwä­chen der Aufführung vorzubeugen oder garnicht entstehen zu lassen. Die Instrumentation greift damit der Auf­führung vor. Also, stellt die Instrumenta­tion ein Mittel zur Bestimmung der dynamischen Wirkung dar.

„langes Diminuendo“

Ein „langes Diminuendo“ erhält man durch gleichzeitige Anwendung dynamischer Anpassung der orchestralen Mittel und der Wegnahme teilnehmender Instrumente. Die langen Descrendi im erzielt man am besten durch stufenweise Reduzierung der Zahl der Instrumente. Dabei sollte diese Reihenfolge beachtet werden: Blech, Holz und

Beispiel zum „langen Diminuendo“

Es folgt ein vorbildliches Beispiel für die Realisierung des „langen Diminuendo“ und seine Weiterführung zum einem „kleinen Tutti“ als Höhepunkt.

Zunächst erfolgt die verringerung der Lautstärke durch die An­weisung dim.. Das Bedeutet „allmählich leiser werdend“. Nach und nach werden Orchester­instrumente aus dem Satz entfernt. Die Reihenfolge, nach der die Instrumente zum „verstummen“ gebracht werden, können Sie aus der nachfolgenden Liste entnehmen.

  • Reihenfolge der Wegnahme der Instrumente:
  • 1.Instrumentengruppe(n):
  • Schlaginstrument:
  • 2.Instrumentengruppe(n):
  • Holzbläser:
    Blechbläser:
  • 3.Instrumentengruppe(n):
  • Blechbläser:

Ein anderer wichtiger Gesichtspunkt in dieser Partitur ist, dass die die die und das 2. ab dem Takt 88 beginnen das Register zur Tiefe hin zu Wechseln. Das trägt ebenfalls zum „Diminuendo“ Eindruck bei.

Zudem spielt auch die Ersetzung der 32-stel Figur durch halbierte Viertel (ab dem Takt 91) eine Rolle. Und zuguterletzt sollte noch erwähnt werden, dass die weniger charakteristische Farbkombinationen mit ihrem weniger transparenten Klang, auch zu diesem Eindruck bei­tragen.

  • Mittel zur Gestaltung eines „Diminuendos“:
  • 1.Abnahme der Dynamik
  • 2.Abnahme der Instrumentation
  • 3.Wechsel zu weniger hellen Register der Instrumente
  • 4.Weniger aktive Rhythmik
  • 5.Keine charakteristische Farbkombinationen
  • 6.Verwendung geeigneter Spieltechnik (z.B. Legato)


Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“ ist die ausinstrumentierte Dynamik von essenzieller Wichtigkeit. Das Fundament unserer Musik bilden Rhythmik und Dynamik. Doch Musik zu machen welche unmittelbar auf das vegetative Nervensystem einwirkt, wollen wir nicht. In unserer Musik werden nicht nur indifferente Klanggebilde durch die Dynamik überformt. Die Dynamik kann auch als struktur­verstärkendes Element er­schei­nen. Sie kann den Ausdruck melodischer, harmonischer und rhythmischer Verläufe Unter­stützen. Zudem kann sie den formalen Aufbau ver­deutlichen.


Hinweis
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Musik von:
Ludwig van Beethoven
„5.Sinfonie“ in c-moll Opus 67

langes Diminuendo

kleines Tutti als Höhepunkt

Musik von
Ludwig van Beethoven

 
Partiturauschnitt von Ludwig van Beethoven's „5.Sinfonie“ Takt 84-90
 
Partiturauschnitt von Ludwig van Beethoven's „5.Sinfonie“ Takt 91-97

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Tondatei zur Partitur
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