Joseph Haydn’s "Symphonie Nr.104" 2.satz

Übungshinweis:
Lesen Sie zuerst die Partitur „stumm“, um die innere Vorstellungskraft zu entwickeln. Anschließend starten Sie die Tondatei und verfolgen sie dabei die Musik im Notenbild. Versuchen Sie an der richtigen Stelle, über das betätigen der Registerkarten, in das nächste Partiturbild zu wechseln.
Allgemeiner Hinweis:
Über das betätigen der Pfeiltasten Ihrer Tastatur können Sie die Partiturbilder wechseln. Zudem führen Sie die Maus über die eingerahmten Bereiche der Grafik (Pinkfarbig), um weiterführende Informationen angezeigt zu bekommen.

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1.Beitrag zum Partiturbeispiel

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Symphonie Nr.104 II.Satz (Takt 1)
von Joseph Haydn

Erzeugung von Kontrast, innerhalb einer homogenen Gruppe

(Beitrag zum Analysepunkt 01)
Analyse

Kompositionen mit einer Grundfarbe können wechselnde Klangfarben erzeugen. Und das in einem Orchestrationsstil wo Sopran- und Basslinie mehr oder minder stabil bleiben.

Indem die verschiedene und auch dauernde Funktionen zugewiesen bekommen. Wie z.B. melodische Unterstützung oder Verstärkung des Basses, harmonische Stützfunktion usw.

Eine der wichtigsten Techniken diesbezüglich ist Kontrast zu erzeugen innerhalb eines homophon komponierten Satzes. Mittels rhythmischer Gruppen.

Diese Technik ist von größter Wichtigkeit für den Instrumentator. Insbesondere wenn er sich auf einige wenige Instrumente mit fast identischer Farbe beschränken muß.

2.Beitrag zum Partiturbeispiel

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Symphonie Nr.104 II.Satz (Takt 13-16)
von Joseph Haydn

Die Streicher und ihre Rolle im klassischen Orchester

(Beitrag zum Analysepunkt 02)
Analyse

Die I.Violingruppe hat melodisch die führende Rolle und geben die Melodie nie ab.

Dazu drei Ausnahmen:

1.Fugierte, Kanonische oder Imitatorische Abschnitte, in denen jedes Instrument seinen eigenen Einsatz hat. In so einem Fall muß die I.Violinengruppe auf ihrem Einsatz warten.

2.Manchmal spielen die I.Violinen eine Begleistimme.

3.Sehr selten pausieren die I.Violinen und die Melodie wird den Bläsern anvertraut.

Die Rollen der I.Violinen im klassischen Orchester
  1. die Melodie führende Hauptrolle
  2. andere Funktionen wie Gegenstimmen
  3. rhythmisch-harmonische Unterstützung (eher selten)
Die Rollen der II.Violingruppe, im klassischen Orchester
  1. melodische Funktion: fast nie alleine. Als Unterstützung der I.Violinen im Einklang, in Oktaven, Terzen, Sexten oder eine Mischung daraus.
  2. Nebenstimmen
  3. Harmonische Begleitung
    • 3.1 Rhythmisiert oder in Form eines Liegetons
    • 3.2 Zusammengefasste rhythmisierte Begleitformen
      • 3.1.1 Zum Beispiel als Akkordblöcke.
      • 3.1.2 Als Tonwiederholungen
      • 3.1.3 Als Wechsel zwischen zwei Tonhöhen und arpeggierte Figuren in der Art von Alberti-Bässe.
  1. melodische Funktion:
    • 1.1 sehr selten
    • 1.2 nur in Unisono-Tuttistellen
    • 1.3 oder wenn die Melodie im Bass liegt und dann fast immer zusammen mit anderen Streicher.
  2. Nebenstimmen: weniger oft als die II.Violinen.
  3. Harmonische Stützfunktion: wie die II.Violinen
  4. Bassfunktion: In diesem Fall wird die Basslinie in zwei oder drei Oktaven gespielt.Die Bratsche immer in der höchsten Lage der Baßstimmen am spielen.

Sie sorgen in der Regel für die Bass-Funktion und sehen wie folgt aus:

  1. Melodische Funktion: nur in Unisono-Abschnitten oder wenn die Melodie im Bass liegt.
  2. Bassfunktion: hauptsächlich; dabei kann sie rhythmische Ähnlichkeiten mit den Oberstimmen haben oder nicht.

3.Beitrag zum Partiturbeispiel

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Symphonie Nr.104 II.Satz (Takt 17-20)
von Joseph Haydn

Bemerkungen zum Fagott

(Beitrag zum Analysepunkt 03)
Analyse

1.  und eignet sich in dieser Lage als Verdopplungsinstrument. Wodurch das durch das Fagott verdoppelte Instrument besser hervorgehoben wird.

Wenn die Melodie durch das Fagott nicht zur Gänze gespielt wird, soll seine Farbe nicht stärker hervortreten.

2.Die Anweisung Solo in der Fagottstimme heißt lediglich, dass diese Stelle nur von dem ersten Fagottisten gespielt werden soll.

4.Beitrag zum Partiturbeispiel

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Symphonie Nr.104 II.Satz (Takt 27)
von Joseph Haydn

Weitere Merkmale des klassischen Orchestersatzes

(Beitrag zum Analysepunkt 04)
Analyse

1. , ein weiteres wäre die Triosonate.

2. Plötzliche Akzente ( fz, fp, sf ) der italienische Oper des Barocks entnommen. Sind eines der Charakteristika der 1.Wiener Schule.

3. Anfang und Ende eines Satzes oder Satzteils ist dicker besetzt als die mittleren Teile. In den Abschnitten mit redeuzierter Stimmenanzahl ist das Fehlen von mittleren oder tiefen Stimmen typisch.