Gustav Mahler’s "Symphonie Nr.9" 4.satz

Übungshinweis:
Lesen Sie zuerst die Partitur „stumm“, um die innere Vorstellungskraft zu entwickeln. Anschließend starten Sie die Tondatei und verfolgen sie dabei die Musik im Notenbild. Versuchen Sie an der richtigen Stelle, über das betätigen der Registerkarten, in das nächste Partiturbild zu wechseln.
Allgemeiner Hinweis:
Über das betätigen der Pfeiltasten Ihrer Tastatur können Sie die Partiturbilder wechseln. Zudem führen Sie die Maus über die eingerahmten Bereiche der Grafik (Pinkfarbig), um weiterführende Informationen angezeigt zu bekommen.

Tondatei zur Partitur


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1.Beitrag zum Partiturbeispiel

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Symphonie Nr.9 4.Satz
(Takt 1)
von Gustav Mahler

Kontrastbildung durch spezifische Saiteneigenschaften

(Beitrag zum Analysepunkt 01)
Analyse

Der Klang z.B. der G-Saite ist voll und edel, doch etwas herb und in den unteren Lagen oft dunkel. Die tiefen Töne der G-Saite sind sogar dunkler als die gleichhohen Töne des .

Diese Klangwirkung kommt beim Stakkato, Legato, Marcato, und besonders beim Tremolo zur Geltung und kann insgesamt Kontrastbildend wirken.

2.Beitrag zum Partiturbeispiel

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Symphonie Nr.9 4.Satz
(Takt 2)
von Gustav Mahler

Aufstrich und Abstrich unter einem Bindebogen

(Beitrag zum Analysepunkt 02)
Analyse

Auf lange ausgehaltene Töne, kann der Bogen individuell gewechselt werden, um die Kontinuität aufrecht erhalten zu können. Der Wechsel muß diskret vonstatten gehen um die Wirkung eines Legatos zu erzeugen.

3.Beitrag zum Partiturbeispiel

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Symphonie Nr.9 4.Satz
(Takt 6-8)
von Gustav Mahler

Instrumentation eines polyphonen Satzes

(Beitrag zum Analysepunkt 03)
Analyse

Ein wirklich polyphoner Satz gewinnt einen speziellen Charme, wenn er für eine homogene Gruppe instrumentiert wird. Iin diesem Beispiel sind es .

Neben der Attraktivität hält diese Art der Instrumentation auch Herausforderungen bereit. Die Möglichkeiten der Kontrastbildung sind durch die Ähnlichkeit der Instrumente, und Spielweise reduziert.

Zudem spielt auch der enge Tonraum (von 2 Oktaven) eine Rolle. Denn die möglichkeit Kontrast zu bilden durch Verwendung von verschiedenen Lagen wird fast gänzlich ausgeschaltet.

Instrumentiationstechniken zur Kontrastbildung

Es folgen Instrumentiationstechniken, um die Aufmerksamkeit auf die melodischen Linien zu lenken die herausgebracht werden sollen. Oder gegenüber anderen auszubalancieren.

1.Durch die autonome Dynamik der Stimmen. Die über herkömmliche Bezeichnungen realisiert werden. Zum Beispiel durch spezielle Spielarten (wie , ). Ferner durch spezifische Register- bzw. Saiteneigenschaften. Und durch die Anzahl der Instrumente.

2.Die Verwendung unterschiedlicher Saiten, um den Klang intesiver, weniger Intensiv, dunkler oder heller wirken lassen zu können.

3.Die unterschiedliche Artikulation der Töne (Stimmen-Individuallisierung).

4.Die Anzahl der Instrumente, die einer bestimmten Stimme zugeordnet sind. Während des ganzen Ausschnitts werden Stimmen verdoppelt, um dieser mehr Gewicht zu geben oder einer Stimme mehr Volumen zu geben, um sie gegenüber einer stärkeren Stimme auszubalancieren.

4.Beitrag zum Partiturbeispiel

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Symphonie Nr.9 4.Satz
(Takt 9-11)
von Gustav Mahler

Teilung der Celli — Divisi —

(Beitrag zum Analysepunkt 04)
Analyse

Die Celli in 2 Gruppen zu teilen, bringt folgende Vorteile mit sich.

Die obere Hälfte kann die Mittellage im Einklang/Oktave/Sexte/Terzen bzw. Verstärken. Oder auch eine eigenständige Stimme haben. Während die untere Hälfte immer oder auch nur partiel unterstützen kann.