Richard Wagner’s "Tristan und Isolde" (Vorspiel)

Übungshinweis:
Lesen Sie zuerst die Partitur „stumm“, um die innere Vorstellungskraft zu entwickeln. Anschließend starten Sie die Tondatei und verfolgen sie dabei die Musik im Notenbild. Versuchen Sie an der richtigen Stelle, über das betätigen der Registerkarten, in das nächste Partiturbild zu wechseln.
Allgemeiner Hinweis:
Über das betätigen der Pfeiltasten Ihrer Tastatur können Sie die Partiturbilder wechseln. Zudem führen Sie die Maus über die eingerahmten Bereiche der Grafik (Pinkfarbig), um weiterführende Informationen angezeigt zu bekommen.

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Notenbild zum Tristan Takt 1-6 von Richard Wagner Subtile Änderungen der Klangfarbe Subtile Änderungen der Klangfarbe

Analysepunkt 01 (Takt 2-3 + Takt 6)

1.Beitrag zum Partiturbeispiel

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Tristan und Isolde - Vorspiel
(Takt 2-7)
von R.Wagner

Subtile Änderungen der Klangfarbe

(Beitrag zum Analysepunkt 01)
Definition: Microfarben

Diskrete Farbänderungen um z.B. ein bestimmtes Intervall zu betonen, werden in der Instrumentation als „Microfarben“ bezeichnet. Und ohne dabei den Klangcharakter der Grundfarbe empfindlich stören.

Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“

Diese Instrumentationstechnik macht es möglich die Form "mitzugestelten". Zum Beispiel die . Und ohne dabei die Grundfarbe zu Wechseln.

2.Beitrag zum Partiturbeispiel

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Tristan und Isolde - Vorspiel
(Takt 10-11)
von R.Wagner

Einsatz kleinerer Gruppen innerhalb eines großen Orchesters

(Beitrag zum Analysepunkt 02)
Einführung

Richard Wagner hat den Orchesterapparat um etliche Instrumente vergrößert. Und innerhalb des Orchesterapparats kleinere Gruppen geschaffen. Diese hat er in Abschnitte seiner Kompositionen verwendet.

Ein lehrreiches Beispiel dafür wäre der Anfang des Vorspiels zur „Tristan und Isolde“. Es geht um den Dialog zwischen den Celli (1.Gruppe) und den Holz­bläsern (2.Gruppe).

Die Gruppe der Holzbläser antwortet auf das Leitmotiv der Celli mit einem anderen Leitmotiv. Diese bestehend aus 2 Oboen, 1 , 2 Klarinetten und 2 . Dieser Dialog wird insgesamt dreimal geführt und zwar im Takt 2, 6 und 10.

Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“

Die Schaffung von kleineren Gruppen (räumlich oder/und akustisch) bildet eine Möglichkeit um akustische oder optische Effekte zu erzeugen.

3.Beitrag zum Partiturbeispiel

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Tristan und Isolde - Vorspiel
(Takt 21-26)
von R.Wagner

Instrumentation eines polyphonen Satzes

(Beitrag zum Analysepunkt 03)
Einführung

Wenn es um die Instrumentation eines polyphonen Satzes geht, bedarf es eine exakte Betrachtung der Grundregeln. Aufgrund dessen beginnen wir mit …

Grundregeln der Instrumentation eines polyphonen Satzes

… der Entscheidung, ob die melodischen Linien alle die gleichen, manche die gleichen oder alle verschiedene Farben haben sollen (in diesem Beispiel werden gleiche Farben verwendet bis auf die Basslinie -vom gespielt-, sie wird von der Bassklarinette verstärkt).

Daraufhin geht es um die Art wie die Anzahl der Stimmen im polyphonen Satz zunimmt. Das heißt welche Elemente werden reduziert oder gar entfernt, um die Transparenz des Satzes erhalten zu können, wenn Stimmen hinzutreten oder weggelassen werden.

Und schließlich geht es um die Auswahl der Lage. Diese ist abhängig vom Charakter der Komposition. Das heißt, in einem dichten Satz werden die Stimmen eng geführt und in einem lockeren Satz werden sie weiter voneinander entfernt sein können.

Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“

Die Instrumentation eines polyphonen Satzes ist im Moment nicht wirklich Relevant (für mich zumindest). Doch habe ich sie in Betracht gezogen, weil durch die kontrapunktische Schulung die Fähigkeit erlangt werden kann, zwei oder mehrere Simmen selbständig, scheinbar voreinander unab­hängig so zu führen, dass sie sich zu einer klanglichen Ein­heit zusammenschließen.

4.Beitrag zum Partiturbeispiel

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Tristan und Isolde - Vorspiel
(Takt 29)
von R.Wagner

Beispiel für die Instrumentaion eines Pedalklangs

(Beitrag zum Analysepunkt 04)
Einführung

Für die Erhaltung des klanglichen Flusses. In welcher Art auch immer realisiert. Ob rhythmisiert, einstimmig oder auch mehrstimmig.

Der Pedalklang kann durch Pausen unterbrochen sein, periodisch erscheinen oder auch nur hin und wieder. Pedalklänge nicht zu verwenden ist eine instrumentatorische Schwäche, doch ihr gesteigerter Gebrauch ein großer Fehler. Der Klang wird unnötig dick und zudem noch eintönig.

Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“

Die Verwendung von Pedalklänge stellt die wichtigste Instrumentationstechnik dar, wenn um die Erzeugung des Fundamentalbasses geht. Vor allem dort, wo die dichte im Satz abnimmt.

Doch beachten Sie das zuvor gesagte: Häufige Verwendung von Pedalklängen hat einen dicken und eintönigen Klang zu Folge. Kontraste und Melodien werden kaschiert.

5.Beitrag zum Partiturbeispiel

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Tristan und Isolde - Vorspiel
(Takt 32-33)
von R.Wagner

Beispiel für die Überlappungstechnik

(Beitrag zum Analysepunkt 05)
Einführung

Betrachten wir ein verfeinertes Beispiel zur . Mit dem Einsatz der Bläser mittig des Takts 32, intonieren die Violoncelli noch die erste Note der Bläser um anschließend zu verstummen.

spielen bis zum Beginn des nächsten Taktes weiter. Würden sie (I.Violinen) zeitgleich mit den Celli abklingen, könnte der Übergang nicht sanft vollzogen werden.

Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“

ist es möglich über die Überlappungstechnik, z.B. stufenweise die Instrumentation zu Ändern um einen Farbwechsel — mehr oder weniger deutlich — realisieren zu können.