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Geschichtliche Entwicklung der Posaune

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Posaune in kleiner Darstellung

Die Zugposaune entstand im 15.Jh. durch Weiter­entwicklung der zylindrischen Art der „busine“. Ihre Kon­struktion war das Ergebnis der schon damals entspre­chend der Weiterentwicklung der Musik angestellten Ver­suche, die Rohrlänge der metallenen Kessel­mund­stück-Instrumente während des Spiels mechanisch veränderlich zu machen.

Der deutsche Posaunenmacher Hans Neuschel in Nürnberg, baute im Jahre 1520 vorzügliche Posaunen. Schon damals verwendete der namen Posaunen bzw. die italienische Bezeichnung „Trombone“, d.h. „große Tromba“ (große Trompete, „-one“ ist italienische Vergrößerungssilbe). Ebenfalls bereits im 16.Jh., also zur Zeit Giovanni Pierluigi da Palestrinas  [Sie verlassen mein Webauftritt]  (1526-1594) und Giovanni Gabrielis  [Sie verlassen mein Webauftritt]  (1557-1612) wurde die Posaune chorisch, d.h. in ver­schiedenen Stimmungen verwendet, und zwar als Sopran-, Alt, Tenor und Baßposaune.

Im Barockzeitalter, also von 1600 an, gelangte die vor allem in Nürnberg heimische Kunst der „Posaunenmacherei“ zu einer außerordentlich hochstehenden Ent­wicklung. Von den dortigen berühmten Posaunenwerkstätten seien hier nur Hans Heinlein (um 1630), Wolf Birkholz (um 1650), Hans Leonhard Ehe d.Ä. (um 1670) und Johann Leonhard Ehe (um 1740) genannt. Die Hauptaufgaben der Posaunen im Orchester bestand im 17.Jh. und im 18.Jh. in der Unisono Verstärkung der Chorstimmen in den großen Chorwerken. Erst in den Opern Glucks und Mozarts wurden ihnen selbstständige Orchestrale Funktionen zugewiesen. Mit der Chromatisierung der Trompeten und Hörnern erhöhten sich auch die technischen Anforderungen der Posaunen. Es sei hierzu nur auf die Passagen in der Ouvertüre zu Gioacchino Rossinis  [Sie verlassen mein Webauftritt]  „Wilhelm Tell“ verwiesen, die auch heute noch das Maximum an Schnelligkeit der Zugbewegung in einer längeren Passage darstellen.

Die Einführung der Ventilinstrumente in den Jahren um 1830 fällt zeitlich zusammen mit dem Aufkommen des romantischen Orchesters ála Carl Maria von Weber  [Sie verlassen mein Webauftritt]  (1786-1826), Franz Schubert  [Sie verlassen mein Webauftritt]  (1797-1828), Robert Schumann  [Sie verlassen mein Webauftritt]  (1810-1856) und Frederic Chopin  [Sie verlassen mein Webauftritt ]  (1810-1849), dessen Klangfülle im Vergleich zum klassischen Orchester größer und die Klang­farben weicher waren. Die Tenorposaune ist das Stamm- und Standardinstrument der Posaunenfamilie. Sie ist seit dem Entstehen der endgültigen Form und Stimmung der Posaunen, also seit etwa 1600 sowohl in der grundsätzlichen Struktur als auch in der Stimmung (B) bis heute unverändert und zugleich ununterbrochen in Gebrauch geblieben.

Posaune in großer Darstellung

Die Posaune

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Verwendung der Posaune in der Musik
Komponist Werk Gerne
Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitsch 9. Sinfonie Es-Dur, op.70 Orchester
Dmitri Dmitrijewitsch Schostakowitschr 8. Sinfonie c-moll op. 65 Orchester
Richard Wagner Die Meistersinger von Nürnberg Oper
Richard Wagner Lohengrin Oper
Richard Strauss Salome Oper
Richard Strauss Die Frau ohne Schatten Oper
Guiseppe Verdi Rigoletto Oper