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Sinnbilder (der Freiheit)

„Klangsymbolik“ (4/4)

Zusammenfassend sei noch Arnold Schering, in Bezug auf die Klangsymbolik, zitiert:
Unter Klangsymbolik werden alle elementaren Erscheinungen des Klanglichen (die tonräumlichen, akustischen, rhythmischen, agogischen, dynamischen und harmonikalen) verstanden, die eine so ent­schie­dene Hervorhebung oder Betonung erfahren, daß …

„der Hörer gezwungen wird, hinter ihrem eigentlichen, ihrem Elementar­sinne noch einen dahinterliegenden, höheren zu suchen“.




„Sinnbilder der Freiheit“

Im Sinnbild wird z.B. ein abstrakter Zustand oder auch eine abstrakte Eigenschaft (klang)bildlich dargestellt. Dabei gibt es verschiedene Arten wie z.B. die der Klang­symbolik. Es ist die Möglichkeit einen außermusikalischen Sinngehalt klang­symbolisch Darstellen () zu können.

Betrachten wir nun die Instrumente und ihre Semantik in Bezug auf die Möglichkeit der klangbildlichen Darstellung. Der „geheimnisvolle“ Klang der Glocke kann eine tiefere Bedeutung haben. Die Glocke zeigt im Christentum die Zeit des Gebets an. Das Geläut von Kirchenglocken soll Dämonen er­schre­cken und zum Flüchten bringen. Der Einsatz der Glocke kann teils als kirchliches, teils als funebrales, teils als nächtliches Klangsymbol fungieren. Doch die Glocke kann auch als Chiffre für die und die Transzendenz ver­standen werden. Sie kann die klangbildlich Darstellen.

Die Verwendung von Herdeglocken, in der spezifischen Semantik als Klangsymbol weltferner Ein­samkeit, kann und soll zudem auch für die „Freiheit“ stehen. Doch sollten sie nicht Verwechselt werden mit dem tonmaleri­schen Bild einer Kuh- oder Schafherde.

Es gibt Beispiele in der Musikliteratur des Heavy Metals, in welche die Glocke bzw. Glockengeläute (aber nicht zur klang­symbolischer Darstellung der Freiheit) Verwendung finden, z.B. bei oder auch

Fazit:
Die semantische Affinität der Glocke als auch der Herdeglocken steht außer Zweifel: Diese Instrumente sind offenkundig Sinnbilder der Freiheit—mit kleinen Nuancen.