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Sinnbilder (des Grauens)

„Klangsymbolik“ (3/4)

Wesentlich für den Begriff Symbol ist noch das Moment der Bewußtheit. Das musikalische Zeichen, für das ein Symbol steht, muß vom bewußt als solches verstanden und gesetzt sein. Es muß eine Absicht vorliegen. Nur wenn eine solche Absicht erkennbar ist, kann von Symbolik gesprochen werden. Subjektive Vorstellungen des Hörers oder des Übersetzers dürfen in das Werk nicht hinein­getragen werden. Es gilt, der Bedeutung auf dem Grund zu kommen, die das Werk für den Komponisten, nicht für den Übersetzer oder für den Hörer hat.

Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“ bedeutet die Verwendung, von Symbolen die Möglichkeit plastische Gehörbildlichkeit zu vermitteln. Symbole wie z.B. wiederkehrende Motive, Rhythmen, Akkordfolgen oder Klangfarben, die für einen bestimmten aber nicht unmittelbar erkennbaren Sinngehalt stehen. Parallel zur erweiterung des Klangraums ist das Erreichen einer höheren Ebene des Musikerlebens dadurch möglich. Unsere Musik entfernt sich infolge dessen von Stil­idiomatismen und stereotype Formeln. Sie erwirbt ein höheres Niveau und damit den Anspruch ernst zunehmende Musik zu sein.




„Sinnbilder des Grauens“

Im Sinnbild wird z.B. ein abstrakter Zustand oder auch eine abstrakte Eigenschaft (klang)bildlich dargestellt. Dabei gibt es verschiedene Arten wie z.B. die der Klang­symbolik. Es ist die Möglichkeit einen außermusikalischen Sinngehalt klang­symbolisch Darstellen () zu können. Betrachten wir nun die Instrumente und ihre Semantik in Bezug auf die Möglichkeit der klangbildlichen Darstellung.

da er eine lange Tradition hat und all­gemein mit der Dunkelheit und Finsternis, kurz mit den Sinnbildern des Grauens, in Verbindung gebracht werden kann. Seine beste Wirkung erzielt er wenn das Tempo, in entsprechender ästhetischer Gestaltung, der gedämpften Tönen, langsam und die Laut­stärke sehr leise ( ppppp), ist.

Auch bei den Blas­instrumenten kann der eine tiefere Bedeutung haben. Vor allem bei der gedämpften wenn sie laut gespielt wird. der gedämpften Töne entscheidend. Er nimmt regelrecht „verzerrte“ Züge an. In Kombination mit den gedämpften Töne eines kommt der dabei erzeugte Klang einem wahren Inferno sehr nah. Die Semantik des Dämpfers hängt mit von der ab. Leise vorgetragene Töne symbolisieren eher die Trauer und laut vorgetragene dagegen Schrecken, Entsetzen oder kurz das Grauen. Die Semantik der gestopften Töne weisen Parallelen zu den gedämpften auf. Sie können auch ambivalent in erscheinung treten. Abhängig von der Lautstärke, kann sich die Semantik der , zwischen Grausamkeit und stille Trauer be­wegen.

Eine besondere Klangfarbe stellt das dar (= die Saiten –eines Streichinstruments– so stark anreißen, dass sie an das Holz anschlagen). Entsprechend können die Dynamikangaben (fff) sein, äußerst exzessiv. Die Wirkung die dabei erzielt werden könnte, wäre dem grauen-erregenden sehr nah oder gar ähnlich.