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Todessymbole (Pauke)

„Klangsymbolik“ (1/4)

Die ganzheitliche, systematische Untersuchung eines musikalischen Werkes lässt parallel zu der rein musikspezifische (Analyse der einzelnen musikalischen Phänomene z.B. Harmonik, Melodik usw.), auch eine darüber hinausgehende Betrachtung des Werkes zu. Die analytisch-interpretatorische Vorgehen­sweise, steht für die Deutung der musikalischen Zeichen (Semiotik) und des Inhalts (Semantik). Diese wiederum ist von größter Wichtigkeit, weil die abendländische Musik mit ihren Existenzformen als Text, als klangliches Ereignis und als subjektiver Vorstellungsinhalt vermittelnder Einsicht bedarf.

Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“ bedeutet die Verwendung von Symbolen, die Möglichkeit plastische Gehörbildlichkeit zu vermitteln. Symbole wie z.B. wiederkehrende Motive, Rhythmen, Akkorde, Akkordfolgen oder Klangfarben, die für einen bestimmten aber nicht unmittelbar erkennbaren Sinngehalt stehen. Parallel zur erweiterung des Klangraums ist das Erreichen einer höheren Ebene des Musikerlebens dadurch möglich. Unsere Musik entfernt sich infolge dessen von Stilidiomatismen und stereotype Formeln. Sie erwirbt ein höheres Niveau und damit den Anspruch ernst zunehmende Musik zu sein.




„Todessymbol—Pauke“

Die dumpfen und sehr dunklen Töne der können der Veranschaulichung dunkler Mächte, der Finsternis, des Undurchschaubaren und Unheimlichen dienen oder auch ein Symbol des Todes klanglich darstellen. Das sehr diffus ist und nach der Tiefe zunimmt, erhöht seine Fähigkeit den genannten Phänomene zu entsprechen.


Beispiel zum „Todessymbol—Pauke“

Im folgenden Beispiel, aus 3.Symphonie, erklingt kurz vor dem Schluss (siehe T. 238) ein einzelner im pp. Im Bezug auf die zentrale Idee, um die sich die Musik des Komponisten spinnt und der besonderen Klangfarbe die dabei erzeugt wird, hat diese Stelle die größtmögliche Auf­merk­samkeit verdient. Unser Beispiel beginnt mit dem Unisono der Flöten und der I. (zumindest teil­weise im Einklang geführt). Das Orchester setzt scheinbar aus. Die I.Violinen bewegen sich mit gedämpfter Stimme „soto voce“ (siehe Partitur). Die und spielen Pizzikato diskret und das verstummt.

Auf einmal, nach dem gerät auch die Rhythmik aus dem „Gleichgewicht“. Zudem wird das Thema von den I.Violinen unvollständig intoniert. Der Orchestersatz erscheint zerlegt. Der Marsch fängt an zu lahmen. Stellt dieser Paukenton klangsymbolisch den Tod dar? Exakte Angaben diesbezüglich sind zwar von nicht Überliefert worden, doch die Vermutung dass sich es um ein Todessymbol handelt liegt nahe.


Hinweis
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Musik von:
Ludwig van Beethoven
Symphonie No.3 Es-Dur „Eroica“
II.Satz Takte 236-241

Todessymbol - Pauke

absoluter Kontrast

Musik von
Ludwig van Beethoven

 
Partiturauschnitt von Ludwig van Beethoven's „3.Sinfonie“ Takte 236-241
 

Ludwig van Beethoven
„Symphonie No.3“ (Eroica)


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