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Klangmanipulator „Vibrato“

Allgemeines zum „Vibrato“

Das Vibrato, eigentlich ein normaler Bestandteil des Spieles, wird immer zur gezielten Klangmanipulation eingesetzt und nie als Verlegenheitslösung (um die musikalische Gestaltung zu unterstreichen).

Musikalische Gestaltung im Bezug auf das Vibrato bedeutet, dass versucht wird, musikalische Schwer­punkte, also „wichtige Noten“, durch Vibrato-Unterstützung herauszuarbeiten, z.B. ein crescendo oder ein diminuendo durch Manipulation unseres Vibratos zu unterstreichen. Zudem wurde es im 20.Jahrhundert zum Sondereffekt entwickelt und modifiziert.

Im Rahmen des „symphonischen Heavy Metals“ bedeutet der Gebrauch vom Vibrato, die möglichkeit die Rock-Gitarre zu imitieren, auch wenn diese eher gering einzuschätzen ist.

  • Bezeichnung:
  • „Vibrato“
  • Technik:
  • Der Finger, der den Ton greift, wird auf dem Griffbrett leicht vor und zurück bewegt.
  • Resultat:
  • leichte Veränderung der Tonhöhe, in der Regel weniger als eine Halbton um den Ausgangston.
  • Notation:
  • Da es ein normaler Bestandteil der Spieltechnik ist, wird sein Einsatz gewöhnlich nicht eigens angegeben. Doch können folgende Änderungen des Vibratos verlangt werden:
  • molto vibrato: viel Vibrato
    un poco vibrato: wenig Vibrato
    non vibrato oder senza v.: ohne Vibrato
    ord. (modo ordinario) stellt den Ausgangspunkt wieder her

Varianten des Vibratos in der Musik des 20.Jahrhunderts

Gemeinhin verwendete Varianten und Ihre Notation:
  1. langsames Vibrato
  2. schnelles Vibrato
  3. Vibrato mit "eingebauter" Dynamik, die Verdickung der Linie bedeutet eine lautere Dynamik
  4. Kombinationen von 1. bis 3.

Notenbild mit varianten des Streichervibratos. langsames Vibrato schnelles Vibrato Vibrato mit "eingebauter" Dynamik Kombinationen von 1. bis 3.

Fahren Sie mit der Maus über das Bild um nähere Info­rmationen zu erhalten.




Weitere Informationen zum „Vibrato“

Bei kurzen Notenwerten wird kein Vibrato verwendet, weil die Zeit dafür nicht ausreicht. Bei längeren Werten, Viertel- oder längere Noten im Moderato  [Sie verlassen mein Webauftritt] , kann das Vibrato auf gegriffenen Noten zur Anwendung kommen.

Auf leeren Saiten gibt es kein Vibrato, und dieser Umstand kann die musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten verringern. Aus diesem Grund werden an Stellen, wo Vibratoeinsatz wichtig ist, leere Saiten möglichst vermieden. Mit Ausnahme der tiefsten Saite können alle Tonhöhen der leeren Saiten auf mindenstens einer anderen Saite als gegriffene Noten gespielt werden.

Wenn aus irgendeinem Grund doch eine leere Saite verwendet werden muss, kann das fehlende Vibrato folgendermaßen bis zu einem gewissen Grad ersetzt werden. Die linke Hand kann auf der gleichen Tonhöhe eine Oktave  [Sie verlassen mein Webauftritt]  höher vibrieren. Wenn z.B. das g auf der Violine als leere Saite gespielt wird, erzeugt man an der Stelle des g1 auf der D-Saite ein Vibrato. Wenn eine der oberen drei ( bzw. auf einem fünfsaitigem Kontrabass eine der oberen vier) Saiten leer gespielt wird, kann dieselbe Tonhöhe auf der Nachbarsaite gegriffen und vibriert werden - so greift man für die leer gespielte A-Saite auf der D-Saite das a mit Vibrato.